Hupzahl

Pflasterpolitik

Seit geschlagenen drei Wochen werden vor unserer bescheidenen Bleibe die viktorianischen (kein Scherz) Wasserleitungen durch neue Röhren ersetzt. Ein löbliches Unterfangen, das aber leider kein Ende nehmen will. Liegt's daran, dass die Herren Bauarbeiter erst um 9 Uhr antraben und schon ab 4 Uhr nachmittags nirgends mehr zu sichten sind? Ich kann und will's nicht beurteilen.

Durchaus beurteilen kann ich aber die Lärmentwicklung, welche die Strassenarbeiten mit sich gebracht haben. Nicht nur der Baulärm selbst und die nachtaktiven Randalierer, nein auch der Verkehr trägt sein feines Scherflein bei. So hat die unzureichende Rotlichtregulierung und das resultierende Verkehrschaos die Hupfrequenz auf südamerikanisches Niveau katapultiert. Während dort mittels der Bordhupe kunstvoll kommuniziert und differenzierte Botschaften von "Hallihallo, ich bin's" über "Danke, sehr freundlich" bis "Aus dem Weg Arschloch!" vermittelt werden, ist die Hupe hier ausschliesslich Frustrationsventil und Medium zur Verbreitung von Hassbotschaften. Gerne auch begleitet von Schimpfkanonaden und dem hierzulande verbreiteten zweifingrigen Gruss. Spektakel für die Fensterrentner, Debakel für den Ohrenfrieden.

Das tägliche Schimpfwort: Nr. 2

Knallcharge

Mehr Schimpfworte. Schöne Worte. Schöne Fotos.

Das tägliche Schimpfwort: Nr. 1

Wir beginnen den heiteren Reigen mit dem Bud Spencer & Terrence Hill-Klassiker:

Meisenarsch

Mehr Schimpfworte. Schöne Worte. Schöne Fotos.

Schimpfworte satt

In meinem digitalen Keller bin ich vor kurzem über meine schon etwas verstaubte, aber durchaus voluminöse Schimpfwortsammlung gestolpert. Von herb-derb bis grazil-grandios findet sich darin so manches Schmankerl.

Flugs entschloss ich mich, den Fundus für meinen Blog zu nutzen, weil (a) auf diese Weise ohne grossen Zeitaufwand "Content" (und der ist ja bekanntlich "King") generiert wird und (b) eine Verbreiterung der Leserschaftsbasis erreicht werden kann.

Kurz: ab sofort gibt es täglich ein Schimpfwort aus meiner Kollektion. Die ärgsten Exemplare habe ich aussortiert, sollte sich jemand an den restlichen Perlen stossen, darf er vor Ort lamentierend kommentieren oder mir eine e-Post schicken.

Heute mal etwas nachdenklich

Biodegradable

Was sagt das eigentlich über unsere Gesellschaft aus, wenn man mit Hilfe des Mobiltelefonwörterbuches "frohe" schreiben will, und als häufiger benutzte Wörter zuerst "drohe" und "droge" angeboten erhält?

Schauspielkunst

Aufgepasst

Wir alle sind Schauspieler. Ich persönlich habe die Schauspielerei dermassen perfektioniert, dass ich nicht nur kaum eine Miene verziehe, wenn mir die örtliche Patisserie haarsträubende Beträge für ihre mikroskopisch kleinen Minitörtchen verrechnet, ich kann mir sogar noch ein halbwegs überzeugendes Lächeln abringen. Und das alles für vier Löffel Gaumengenuss. Oscars, ich komme.

Karger Lohn für Hilfsbereitschaft

Diesen Dienstag holte die DHL das wiederverpackte, zum zweiten Mal mangelhaft gelieferte Fahrrad ab, welches wir - man müsste es ja besser wissen - online erworben hatten. An der Tür stand ein kleiner, untersetzter Kerl, kaum höher als das voluminöse und gefühlt tonnenschwere Paket. "Na, komm, dem helf ich doch!", dachte sich der Gebsn, ganz Menschenfreund.

Gesagt, getan. Zusammen schleppten wir das Kartonmonster die enge Treppe runter und durch das Eingangstor zum DHL-Lieferwagen. Dort sass zu meiner Verblüffung müssig der DHL-Kollege - die Füsse hochgelagert, gelangweilt die Zeitung lesend. Und die Moral der Geschicht: Keine Fahrräder online bestellen!

Ausflugsziel Greenwich

Greenwich Sept 2009_23
Nicht die allerschlechteste Aussicht hat man vom Observatorium.

Greenwich (*) ist ein herrliches Plätzchen im Osten von London. Keine Viertelstunde per Dockland Light Railway (DLR) oder - einiges panoramischer - per Brauseboot vom Zentrum warten nicht nur der Nullmeridian, das Royal Naval College, das Observatorium und ein allerfeinster Park, sondern auch der Greenwich Market. Ein Markt, ähnlich wie der Spitalfields Market in den guten alten Zeiten vor der yuppiesierenden Renovierung: unzählige kleine Essstände mit Köstlichkeiten von Eritrea bis Brasilien, bizarres bis kongeniales Handproduziertes und fidele Kunst. Hinpilgern lohnt.

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(*) Ausgesprochen nicht etwa "Griinwitsch" sondern "Grennitsch".

Postkarte aus England (IX): König Fussball

Arsenal-Stadion innendrinne

Was macht König Fussball, wenn man ihn in seelenlose Stadion-Neubauten sperrt, ihm das Bier wegnimmt und ihn an ausländische Investoren verschachert? Er gedeiht prächtig und trinkt Tee.

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Über das Altern

Rasierpinsel

Weiss gar nicht, wer momentan mehr Haare verliert, ich oder mein Rasierpinsel. Schön, wenn man zusammen alt werden kann.

Freunde der Nacht

Baustelle
Wenn Blicke schweifen könnten. Ah, können sie ja.

Vielen Dank, durchlauchte Freunde der Nacht, dass ihr uns heute um Fünf aus dem teuflischen Faulenzerschlaf gerettet habt. Auf der Baustelle vor unserem Heim beginnt der Lärm nämlich leider, leider normalerweise erst um Acht und fehlt - zu unserer schmerzlichen Entrüstung - am Sonntag gänzlich. Nur dank eurem couragierten Rütteln an den Baugittern und dem aufmunterndem Begleitgeschrei mussten wir nicht leidvoll bis in die späten Morgenstunden durchschlafen. Als kleines Dankeschön steht deshalb ein kleiner Korb mit Maulschellen und Kopfnüssen zum Abholen bereit.

Die etwas andere Konzertkritik

Bat for Lashes

Wenn der Konzertbesuch lediglich eine weitere Gelegenheit darstellt, das egozentrische Universum zu zelebrieren, dann muss man auch nicht wie gewünscht aufs Maul sitzen, sondern kann lautstark mit belanglosem Geschwafel die Musik übertönen. Die umstehenden Musikfreunde verdanken's mit Todestrahl-Blicken.

Postkarte aus England (VIII): Wir sind ohne Radel da

Shepherd's Bush at night II

Laut einer aktuellen Studie ist Fahrradfahren in London die gefährlichste Tätigkeit weltweit. Platz 2: sich als Salman Rushdie von zwei aufreizend gekleideten Frauen in einem Israel-beflaggten Cadillac Coupé durch die Strassen Irans chauffieren zu lassen und dabei Speckbier und Mohammed-Karrikaturen anzupreisen.

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Heisst das, Du bist auf den Affen gekommen?
LD (Gast) - 23. Aug, 01:39
Danke, danke
Bis anhin ist alles noch ruhig.
gebsn - 28. Feb, 10:26
Yeah!
Wunderbare Nachrichten. Dann mal toitoitoi und möge...
spot (Gast) - 28. Feb, 09:05
Danke, danke
Soweit, ganz gut. Lustigerweise fuhren die Busse, als...
gebsn - 11. Nov, 00:24
Sehr geehrter Herr Gebsn
Ich hoffe, es geht Ihnen gut auf der Insel! Haben Sie...
Newzilla (Gast) - 10. Nov, 09:26

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