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[Tipps] Nichts bewegt sich! - Über die Bürokratie

Ach, der wuchernde Bürokratismus! Ein kaum auszurottendes Unkraut, welches sich in Windeseile über den einst paradiesischen Garten der Freiheit des Einzelnen ausbreitet und dabei die zarten Knospen der nach dem Himmel strebenden Blümchen erdrosselt, die honiggelb blühenden Nektarkelche erdrückt und seinen lebensraubenden Schatten über junge, sonnenhungrige Blätter wirft! Wer sollte das besser wissen als ein Staatsangestellter wie ich es bin?

Vielleicht Mark-Stefan Tietze, Autor bei "Titanic", der in seinem brillanten, ach was!, lesenswerten Artikel in der taz aufzeigt, wie die Bürokratie Deutschland lähmt. Kleiner Auszug:
Jede Eigeninitiative wird unter der tonnenschweren Last von peniblen Paragraphen, kleinlichen Vorschriften und gemütlichen Steppdecken erstickt. Alles ist bis in Kleinste reglementiert, für alles braucht man ein Formular, und das nicht nur zwischen den Laken. Ob man einen Anwohnerparkausweis beantragt, seine jährliche Steuererklärung macht oder spaltbares Material in ein lauschiges Bächlein leiten will - immer mischt sich der Moloch Staat ein, will alles haargenau wissen und Belege sehen.
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In den Gehörgängen: Axwell & Sebastian Ingrosso - Together
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Aktuelles Lieblingswort: Mittenmang

[Politik] Die Überflüssige küren "teuerste, dreisteste und dümmste Propaganda des Jahres"

Die "Überflüssigen" machen regelmässig mit spektakulären Aktionen auf ihre Anliegen aufmerksam, so auch heute (aus dem Bericht im "Überflüssigen"-Blog):
Plötzlich waren sie da. Die „Überflüssigen“ platzten am Dienstag, den 29.11.2005 in die Inszenierung des Unternehmerverbandes Gesamtmetall zur Wahl des „Reformer des Jahres“. Dort verliehen sie den Preis für die „teuerste, dreisteste und dümmste Propaganda des Jahres“. Als Gewinner wurde Gesamtmetall für die Erfindung der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) prämiert. Das gelungene Intermezzo wurde bei Phoenix live deutschlandweit ausgestrahlt und weltweit übers Internet gestreamt. Mehr bei indymedia.
Und ein Auszug aus der zu diesem Anlass gehaltenen "laudatio" (komplette laudatio bei Indymedia in den Kommentaren nachlesbar):
Was sagt man nun den Menschen, die noch nicht total verblödet sind, wenn sie feststellen, dass die Rezepte der Unternehmer bisher nur zu mehr Gewinnen für die Unternehmen geführt haben. Dass die Verteilung gesellschaftlichen Reichtums sich in den letzen Jahren dramatisch zu Gunsten der Reichen entwickelt hat.
Was sagt man nun den Menschen, die noch nicht total verblödet sind, die also feststellen, dass mit dieser Politik die Zahl der Aussortierten, der Überflüssigen, der Geldlosen, der in ihrer Existenz Bedrohten immer größer wird?

Weiter so, aber schneller! Die Geschwindigkeit des neoliberalen Umbaus muss noch erhöht werden!
Mehr zur "Initiative Neue Soziale [hahaha!; Anm. gebsn] Marktwirtschaft", ihrer nicht sonderlich transparenter Lobbyarbeit und ihrem Slogan "Sozial ist, was Arbeit schafft" auch in diesem "Monitor"-Beitrag.

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In den Gehörgängen: Terry Jacks - Seasons In The Sun
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Aktuelles Lieblingswort: haptisch (via. schimpfundschande)

[Humor] Die SBB neu mit Dreitürern

Seit einigen Wochen setzen die SBB auf ihren Linien vermehrt Dreitürer-Eisenbahnwagen ein. Auf den ersten Blick ähneln die neuen Dreitürer frappant dem alten, leicht angestaubten und nur rudimentär schallisolierten Regionalzugmaterial, welches an beiden Wagenenden mit jeweils zwei voll funktionierenden Türen aufwartet. Doch der Eindruck täuscht. Denn die vierte, zum Perron weisende Wagentür wird bei den neuen Dreitürern nur noch "simuliert": Sie ist zwar vorhanden aber nicht funktionsfähig, was mit kecken, kleinen Schildchen in roter Farbe signalisiert wird.

Was wie lausige Wartungsarbeit oder krasse Kundenverarsche schmeckt, ist in Tat und Wahrheit ein genialer psychologischer Kniff: Bereits vor Einstellung der Raucherabteile auf 11. Dezember diese Jahres sollen sich Nichtraucher und Raucher auf der Suche nach einer funktionierenden Tür begegnen, miteinander kommunizieren ("Tür kaputt!") und so den Übergang ins Nichtraucherzeitalter versöhnlich und in kleinen Schritten begehen. Clever, clever , liebe SBB!

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In den Gehörgängen: nünt
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Aktuelle Kommentare

Aber gerne.
Aber gerne.
gebsn - 23. Nov, 10:26
endlich...
seit wochen grueble ich ueber den namen jenes meister-kabarettisten...
san martin - 22. Nov, 18:13
Jaaaaaaaaaaa!
hahahahahaha
Jürg (Gast) - 13. Nov, 06:45
Stimmt, aber
Wer wird denn gleich so faktenfixiert sein.
gebsn - 12. Nov, 09:46
kluggeschissen: Der Stromzähler...
kluggeschissen: Der Stromzähler sieht aus wie...
DJ Brutalo (Gast) - 12. Nov, 09:42

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